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Pool auswintern: Schritt-für-Schritt Anleitung für den perfekten Saisonstart

28.03.2023 / Rainer Bräuer / 5 min Lesezeit

Die Wintermonate sind vorbei und der Pool ruft nach seinem Frühlings-Facelift. Es wird Zeit, das Schwimmbecken auszuwintern und für die neue Badesaison fit zu machen. Eine ordnungsgemäße Poolauswinterung ist entscheidend, um eine saubere Wasserqualität und eine lange Lebensdauer des Pools zu gewährleisten. Mit unserer Schritt-für-Schritt Anleitung bereiten Sie Ihr Schwimmbad optimal auf die neue Saison vor. Also ran an die Poolbürste und los geht’s!

1. Entfernen Sie die Winterabdeckung

Beginnen Sie damit, den Bereich rund um den Pool sowie das Schwimmbecken selbst von Blättern und Schmutz zu befreien, die sich während des Winters angesammelt haben. Nachdem Sie die Winterabdeckung des Pools und die Winter-Verschlussstopfen von den Rohrleitungen entfernt haben, sollten Sie die Abdeckplane gründlich reinigen und trocken sowie sauber aufbewahren.

2. Überprüfen Sie die Ausrüstung

Stellen Sie als nächstes sicher, dass die Pumpe, der Filter und andere Geräte wie beispielsweise die Pool-Heizung einwandfrei funktionieren, und dass alle elektrischen Sicherungen in Ordnung sind. Überprüfen Sie auch die Dichtungen und Anschlüsse auf Lecks. Sollte etwas nicht funktionieren, kümmern Sie sich am besten umgehend um eine fachgerechte Reparatur.

3. Entleeren Sie den Pool

Für eine gründliche Reinigung des Pools empfehlen wir Ihnen, das Badewasser beim Auswintern auszutauschen. Außerdem benötigt frisches Wasser weniger Poolchemie, um perfekt aufbereitet zu werden. Bevor Sie das alte Poolwasser mit einer Tauchpumpe abpumpen oder über den Bodenablauf entleeren, informieren Sie bitte die zuständige Gemeinde darüber, dass Sie den Pool neu befüllen möchten. Achten Sie vor dem Entleeren eines im Boden versenkten oder teilversenkten Pools darauf, dass der Grundwasserspiegel nicht erhöht ist, denn durch den starken Druck auf die Poolwände könnten Schäden entstehen.

4. Machen Sie die Pool-Grundreinigung

Beginnen Sie die Reinigung des Pools unmittelbar nach dem Entleeren des Wassers, um zu verhindern, dass sich Schmutzablagerungen auf der Poolfolie festsetzen. Verschmutzungen wie Fett, Ruß und Kalk können hartnäckig sein und im Laufe der Zeit zu einer echten Herausforderung werden. Gewöhnliche Haushaltsreiniger und harte Schwämme können die Folie zerkratzen und beschädigen. Verwenden Sie stattdessen spezielle Pool-Beckenreiniger sowie Boden- und Beckenbürsten, die für den Pool geeignet sind und die Oberfläche nicht angreifen. Tragen Sie im Anschluss ein flüssiges Algizid oder Winterpflegemittel flüssig auf den Beckenboden und die Wände auf, um das Wachstum von Algen zu verhindern.

5. Füllen Sie den Pool mit frischem Wasser

Verwenden Sie zur Neubefüllung des Pools frisches Leitungswasser und kein Brunnenwasser. Achten Sie während des Befüllens darauf, mögliche Falten in der Poolfolie herauszustreichen.

6. Nehmen Sie die Filteranlage in Betrieb

Prüfen Sie vor Inbetriebnahme der Filteranlage, ob Sie den Filtersand, die Filterballs oder die Filterkartusche austauschen müssen. Bei einer Sandfilteranlage führen Sie zuerst eine Rückspülung folgendermaßen durch:

  1. 7-Wege-Ventil auf Position Rückspülen setzen
  2. Filterpumpe einschalten
  3. Rückspülvorgang ca. zwei bis drei Minuten durchführen
  4. Filterpumpe ausschalten
  5. 7-Wege-Ventil auf Position Nachspülen setzen
  6. Filterpumpe einschalten
  7. Mindestens 30 Sekunden nachspülen
  8. Filterpumpe ausschalten

Danach stellen Sie das 7-Wege-Ventil auf die Position Filtern und mit dem Starten der Filterpumpe ist die Filteranlage im normalen Betrieb.

7. Sorgen Sie für sauberes Poolwasser

Eine kristallklare Wasserqualität ist essentiell für den Badespaß. Stellen Sie zuerst sicher, dass Ihr Poolwasser einen pH-Wert zwischen 7 und 7,4 beträgt (optimal ist der Wert von 7,2).

So stellen Sie den pH-Wert ein

Hierfür messen Sie mit einem Teststreifen den aktuellen Wert. Falls der pH-Wert zu hoch ist, geben Sie pH - (minus) hinzu, bei einem zu niedrigen pH-Wert geben Sie pH + (plus) hinzu. Verwenden Sie Dosierhilfen, um die Menge genau zu dosieren.

Führen Sie eine Stoßchlorung durch

Während im Normalbetrieb ein Chlorgehalt zwischen 0,3 und 0,6 mg/l ausreichend ist, wird bei einer Stoßchlorung der Chlorgehalt kurzzeitig auf 3,0 mg/l angehoben. Testkits und Dosierhilfen helfen Ihnen dabei, den Wert zu messen und die richtige Menge zuzuführen. Nach der Stoßchlorung dürfen Sie nicht ins Wasser, da der erhöhte Chlorgehalt aggressiv auf Augen, Haut und Schleimhäute wirkt. Da das schnelllösliche Chlor sehr rasch wieder zerfällt, können Sie meist am nächsten Tag schon im Pool baden gehen. Bitte messen Sie aber noch vor dem Baden den Chlorgehalt und gehen Sie erst wieder bei einem Wert von 0,3 bis 0,6 mg/l ins Wasser!

Geben Sie dem Poolwasser Algizide zu

Algizide hemmen Algenwachstum und verhindern die Ausbreitung von Bakterien und Pilzen. Algen bilden oft grüne, glitschige Schichten auf Wänden und Böden.

Verwenden Sie Flockungsmittel bei einer Sandfilteranlage

Bei einer Sandfilteranlage ist die Zugabe von Flockungsmitteln ein wichtiger Schritt, um das Filterergebnis zu verbessern. Flockungsmittel helfen dabei, mikroskopische Schmutzpartikel zu verbinden, damit sie filterbar werden. Flüssige Flockungsmittel oder Flockkartuschen können einfach in den Skimmer gelegt werden. Allerdings ist darauf zu achten, dass der Druckanstieg nach der Zugabe des Flockungsmittels nicht zu hoch wird. Wenn dies der Fall ist, muss eine Rückspülung durchgeführt werden, um das Filtersystem wieder zu entlasten.

Überprüfen Sie pH-Wert und Chlorgehalt

Bevor Sie nach der Poolwasseraufbereitung zum ersten Mal ins Wasser steigen möchten, überprüfen Sie bitte noch den pH-Wert (zwischen 7 und 7,4) und den Chlorgehalt (zwischen 0,3 und 0,6 mg/l). Passen diese Werte, dann kann die neue Poolsaison beginnen.

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